Fleißiges Werkeln in der Fahrradwerkstatt

Zusammen mit Bewohnern der ZUE macht Martin Thannheiser die Räder, Roller und weiteres Spielzeug in der Fahrradwerkstatt des Haus Maria vom Stein wieder flott.

Montag Abend, es ist wieder so weit. Okbay Mengsteab, Naod Amine, Tekie Alem und Oduwa Osemwenkhae warten vorfreudig und etwas ungeduldig auf Martin Thannheiser, der um 18:00 Uhr in die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Rüthen kommt. Nach der Anmeldung an der Pforte findet sich auch bald ein freundlicher Mitarbeiter der Johanniter um die Fahrradwerkstatt aufzuschließen. Während Martin Thannheiser den 31-jährigen Oduwa Osemwenkhae aus Nigeria, der zum ersten Mal dabei ist, eine kurze Einführung in die Werkstatt gibt, legen die drei anderen schon los, suchen sich kaputte Fahrräder und beginnen emsig zu reparieren. Als auch Oduwa Osemwenkhae die erste Bremse einmontiert, wird es ruhig im mit etwa 30 unterschiedlichsten Rädern bestückten Raum. „Es ist beeindruckend, was die vier drauf haben. Die Leute sind sehr präsent und man kann super mit ihnen arbeiten, ohne große Verständigungsprobleme“, meint Martin Thannheiser, der seit September 2015 jeden Montag Abend meist für etwa vier Stunden die Werkstatt betreut. „Als ich hier begonnen habe, fehlte den Hauptamtlichen die Zeit sich adäquat um so viel Material zu kümmern, sodass es zu einem Reparaturstau kam. Unterbringung und Fürsorge für die Bewohnerinnen und Bewohner haben klar Priorität “, so Thannheiser. Nachdem neues Werkzeug besorgt und der Raum des ehemaligen Gewächshauses der Vinzentinerinnen umorganisiert wurde, konnte er gemeinsam mit geflüchteten Helfern zahlreiche Räder wieder instand setzen. An der Tätigkeit schätzt er, etwas Sinnvolles zu tun und immer wieder tolle Personen kennenzulernen: „Die Menschen, die in der Werkstatt mithelfen, sind sehr respektvoll und freundlich.“ Für ihn sind es keine Fremden: „In einer Kneipe gibt es manchmal eine größere Distanz.“ Naod Amine, zum Beispiel, ist 26 und kommt aus Asmara, der Hauptstadt Eritreas, wo er viel Fahrrad fuhr. Sein Vorbild ist Daniel Teklehaimanot, ein eritreischer Radprofi, der 2015 auf der sechsten Etappe der Tour de France als erster Afrikaner in der Radsportgeschichte das Gepunktete Trikot eroberte. Wie die drei Jungs aus Eritrea, genießt auch der Nigerianer Oduwa Osemwenkhae die Zeit in der Werkstatt: „Es tut gut der Langeweile zu entkommen und endlich ein wenig nützlich zu werden.“ In seiner Heimat nutzte der Automechaniker seine Wochenenden, um Fahrräder zu reparieren: „für die Landwirtschaft und den Transport der Ernte“, erklärt er. Für alle in der Werkstatt ist die Freude groß, wenn ein Fahrrad repariert ist. „Manchmal ist es ärgerlich, wenn ein Rad eine Woche später wieder kaputt ist“, sagt Thannheiser. „Aber wenn man sich vorstellt, was die Leute durchgemacht haben, die sich die Räder, Tretroller und anderes Spielzeug ausleihen, sind solche Probleme echt unbedeutend.“ Angesichts der vielen Konflikte auf der Welt, meint Thannheiser, könne man als Individuum nichts daran ändern, dass Leute fliehen. Ebenso wenig könne man ablehnen, dass sie zu uns kommen: „Das wäre so, also ob man ablehnen würde, dass die Sonne morgens um acht Uhr aufgeht“, erläutert er. Stattdessen könne man sich der Situation nur stellen. Er tut es und empfindet es als große Bereicherung: „Ich lerne, wie Leute anpacken und wie viele kreative Ideen sie haben um Probleme zu lösen, abseits von TÜV und DIN-Norm.“

Die Fahrradwerkstatt freut sich weiterhin über betriebsfähige Fahrräder. „Noch besser aber wären weitere Leute, die Lust haben, die Werkstatt zu betreuen“, fügt er hinzu. Da das Interesse unter den Asylsuchenden groß ist, wünscht er sich die Öffnungszeiten zu erweitern. „Einige würden am liebsten jeden Tag hier arbeiten.“ Obwohl die Asylsuchenden die Werkstatt aus seiner Sicht auch selbstständig betreiben könnten, ist laut der Johanniter Unfallhilfe aus verwaltungstechnischen Gründen stets eine Betreuungsperson notwendig. „Eine prima Möglichkeit um Distanzen abzubauen und nette Leute kennenzulernen“, so Thannheiser. Interessierte können sich beim Arbeitskreis Asyl und bei den Johannitern melden oder einfach montags ab 18 Uhr zur Fahrradwerkstatt kommen.

 

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Begegungsfest in Rüthen findet riesigen Anklang

Das Begegnungsfest ist in Rüthen war ein großer Erfolg. Hier sind einige Presseberichte. Noch mehr gibt es [hier]

 

21.10.2015 Der Patriot: „Super Stimmung“ bei 1000 Besuchern

2015-10-21_Patriot_Super Stimmung bei 1000 Besuchern

20.10.2015 Westfalenpost: Erfolgsbilanz nach Begegnungsfest

19.10.2015 Der Patriot: Für ein starkes Miteinander ohne Grenzen

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19.10.2015 Westfalenpost: Einen Tag lang unbeschwert sein

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18.10.2015 derpatriot.de: Bildergalerie

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17.10.15 Großes Begegnungsfest: Herzliche Einladung an alle!

Mit Unterstützung des Arbeitskreis Asyl, der Stadt Rüthen, der katholischen Kirche und vielen anderen Akteuren findet am Samstag, 17. Oktober, ein großes Begegnungsfest in der Stadthalle Rüthen statt, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten. Die Veranstaltung ist offen für alle – jung und alt – aus Rüthen und der Region.
Die Veranstaltung soll für Rüthen und die ganze Region ein starkes Zeichen für ein gemeinschaftliches und solidarisches Miteinander setzen. Wir wollen einen Raum des Austauschs schaffen, in dem Geflüchtete zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen können. Das alles soll in netter und lockerer Atmosphäre geschehen – mit Spielangeboten für Kinder, einer Bilderausstellung, musikalischen Beiträgen und natürlich Kaffee, Kuchen & internationalen kulinarische Köstlichkeiten.

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

Da das Fest komplett spendenfinanziert ist, freuen wir uns natürlich außerdem über Geld- und Blechkuchenspenden 🙂 Bitte wenden Sie sich hierzu per Mail an begegnungsfest@posteo.de

Hier ist eine Ankündigung vom Hellwegradio 🙂

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Kleiderkammer lädt am Freitag zum Tag der offenen Tür

2015-09-11_Kleiderkammer_Tag der offenen Tuer_CaritaskonferenzDas Kleiderkammer-Team & die Caritaskonferenz Rüthen organisierten am 09. September  einen Tag der offenen Tür, bei dem die Ehrenamtlichen ihre Arbeit vorstellten und Asylsuchende mit den Gästen ins Gespräch kam. Die Veranstaltung war gut besucht und leistete somit einen tollen Beitrag zur besseren Verständigung. Vielen Dank für die Organisation!

Zum Pressebericht im Patriot geht’s [hier]

 

Robel & Mohammed erzählen der 9c ihre Fluchtgeschichten

Im Rahmen eines Projekttags an der Maximilian-Kolbe-Schule Rüthen zum Thema Migration & Flucht teilten Robel aus Eritrea und Mohammed aus Syrien ihre unterschiedlichen Fluchterfahrungen mit der Klasse 9c. Die Schülerinnen und Schüler reagierten gepackt und berührt. Es war eine schöne und spannende Begegnung. Vielen wurden die Ungerechtigkeiten auf der Welt und ihre eigene Verantwortung zum solidarischen Handeln deutlich. Hier ein lesenswerter Bericht vom Patriot:

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Kulturfest und Fußballturnier mit Geflüchteten

Viel Spaß, Musik, Spiele, Fußball und leckeres Essen aus aller Welt boten das Kulturfest und Fußballturnier am Sportplatz Schneringer Berg am 04. April 2015. Vielen Dank an alle Beteiligten – besonders an den TSV Rüthen – für die tolle Organisation!

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Die Teams im Finale des Kinder- und Jugendturniers

 

 

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Bürgermeister Peter Weiken gratuliert dem erfolgreichen Team.

 

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Als Gewinn gab es Taschen von der Johanniter Unfallhilfe.

 

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Die Erwachsenen bereiten sich auf das Turnier vor.